Die Kompetenzzentren bündeln alle Maßnahmen sonderpädagogischer Förderung um diese wirkungsvoll an Förderschulen und Allgemeinen Schulen zu verankern:
• Zusammenführung der unterschiedlichen Organisationsformen sonderpädagogischer Förderung zu einem System
• sonderpädagogische Förderung sowohl an Förderschulen als auch an den allgemeinen Schulen
• effektive Bündelung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten zur Förderung von Kindern und Jugendlichen wohnortnah und präventiv.
• Netzwerkbildung von Allgemeinen Schulen, Förderschulen und anderen Institutionen und Fachkräften (Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen und Zuständigkeiten sowie durch Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen und Anbietern)
Ziele:
• Kinder und Jugendliche so frühzeitig zu fördern, dass sich Unterstützungsbedarfe dort, wo dies durch präventive sonderpädagogische Förderung möglich ist, nicht zu einem sonderpädagogischen Förderbedarf manifestieren.
• Schülerinnen und Schüler möglichst integrativ in allgemeinen Schulen zu fördern, sofern die Voraussetzungen hierfür gegeben sind.
• unabhängig vom Förderort eine qualitativ hochwertige sonderpädagogische Förderung von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen.
(Eckpunktepapier)
Es ist normal verschieden zu sein!
Unter Inklusion versteht man das generelle Prinzip, die individuelle Unterschiedlichkeit der Gruppenmitglieder und damit die Heterogenität der Gruppe als bereichernd und anregend zu empfinden. Alle Dimensionen der Verschiedenheit fließen in die Betrachtung mit ein. Menschen mit Behinderung sind somit in diesem großen Rahmen enthalten, allerdings nicht mehr mit einem Verständnis von funktioneller Eingeschränktheit, sondern als ein von diversen gesellschaftlichen Minderheiten. (Bleidick 2006) Personengruppen werden nicht klar abgrenzbar kategorisiert.
Ziel der inklusiven Schule ist die Ausstattung der Allgemeinen Schule zu einer Schule für Alle, darunter auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung.
"Inklusion in Erziehung und Bildung“ bedeutet:
• die gleiche Wertschätzung aller Schülerinnen, Schüler und Mitarbeiter
• die Steigerung der Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler an (und den Abbau ihres Ausschlusses von) Kultur, Unterrichtsgegenständen und Gemeinschaft ihrer Schule,
• die Weiterentwicklung der Kulturen, Strukturen und Praktiken in Schulen, so dass sie besser auf die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler ihres Umfeldes eingehen,
• den Abbau von Barrieren für Lernen und Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler, nicht nur solcher mit Beeinträchtigung oder solcher, denen besonderer Förderbedarf zugesprochen wird,
• die Anregung durch Projekte, die Barrieren für Zugang und Teilhabe bestimmter Schülerinnen und Schüler überwinden und mit denen Veränderungen zum Wohl vieler Schülerinnen und Schüler bewirkt werden konnten,
• die Sichtweise, dass Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern Chancen für das gemeinsame Lernen sind und nicht Probleme, die es zu überwinden gilt,
• die Anerkennung, dass alle Schülerinnen und Schüler ein Recht auf wohnortnahe Bildung und Erziehung haben,
• die Verbesserung von Schulen nicht für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für alle anderen Beteiligten,
• die Betonung der Bedeutung von Schulen dafür, Gemeinschaften aufzubauen, Werte zu entwickeln und Leistungen zu steigern,
• den Auf- und Ausbau nachhaltiger Beziehungen zwischen Schulen und Gemeinden,
• den Anspruch, dass Inklusion in Erziehung und Bildung ein Aspekt von Inklusion in der Gesellschaft ist." (Index für Inklusion, T. Booth& M. Ainscow 2003 S.10)